Vorschule
das
letzte Kindergartenjahr neigt sich dem Ende zu, und dieser Situation
tritt man mit gemischten Gefühlen entgegen, zum Einen, weil die schöne,
unbeschwerte Zeit des sorglosen Spielens vorbei ist, zum Anderen, weil
ein neuer Lebensabschnitt, sowohl für Ihre Kinder, wie auch für Sie,
beginnt.
Und daran sind sicherlich einige Sorgen und Ängste
geknüpft: „ Wird mein Kind es schwer haben in der Schule, wird es das
Alles schaffen... etc.“ Nun, dem Ganzen kann man leicht entgegen
treten, wenn man bedenkt, dass die Vorbereitungen auf die Schule schon
in der ganzen Kindergartenzeit statt gefunden haben, und nicht erst in
der sogenannten „Vorschule“, die im letzten Jahr einmal die Woche lief. Diese
diente vielmehr dazu, einige Schritte in der Entwicklung des Kindes
weiterzugehen, um den Übergang zur Schule so leicht wie nur möglich zu
machen, aber auch die Kinder stark und selbstbewusst an die neuen
Aufgaben heranzuführen.
Das Projekt „Vorschule“ ist von den
Kindern mit Neugierde und Freude gestartet worden. Sie haben selbst die
Möglichkeit gehabt, sich so zu gruppieren, wie sie möchten, sich einen
Namen zu geben, und die Fantasie hat nicht lange auf sich warten
lassen: „ Die Kinder gaben sich den Namen „Die SCHLAUEN Kängurus“. Als
erstes haben die Kinder gelernt, dass Pünktlichkeit im Alltag sehr
wichtig ist, dass bestimmte Zeiten verpflichtend sind, und Sie dafür
eventuell eine lustvolle Beschäftigung abbrechen müssen, so dass alle
Kinder um 14. 30 Uhr erschienen sind. Mit Ausdauer, Aufmerksamkeit und
Geduld haben sie dann die Vorschule um 16.00 Uhr beendet.
Um
etwas Disziplin von Anfang an hereinzubringen, hat jede Gruppe einen
Baustein mit den Namen der jeweiligen Kinder beschriftet, ihn
„SPRECHSTEIN“ genannt und souverän die Regel erklärt, dass man nur dann
zu Wort kommen darf, wenn man den Stein bekommen hat. Dass man Andere
ausreden lassen soll, und man selber erst dann sprechen darf, oder
einen Wunsch äußern, wenn man dran ist. Darauf haben die Kinder auch
sehr gewissenhaft geachtet! Um den Kindern den Übergang vom
Kindergarten zur Grundschule zu erleichtern, hat jedes Kind sein
eigenes Mäppchen mit Stiften und ein Hausaufgabenheft in einer Tasche.
Diese wird jeden Dienstag mit zur Vorschule gebracht und danach wieder
mit nach Hause genommen. Die Kinder bekommen oftmals kleine
Hausaufgaben auf, damit sie einen kleinen Einblick in das bevorstehende
„Schulleben“ erhaschen können. Da Ordnung sehr wichtig ist, hat
jedes Kind sich eine Schulmappe gebastelt, gestaltet und mit Namen
versehen, dazu die Möglichkeit wahrgenommen ein Namensschild zu malen,
zu sticken oder zu töpfern. So ist der Umgang mit den Buchstaben
spielend geschehen und in lustigen Formen ausgeartet, wie z.B
Buchstabensalat, Bilder mit Zick-Zack-Motiven, die von den Kindern mit
Linien und Punkten komplettiert wurden, auf vorgegebenen Linien gemalt,
und gleichzeitig die Entwicklung der Feinmotorik gefördert haben. Es
gab noch mehr Angebote in diesem Bereich, die dazu dienen die
Auge-Hand-Koordination zu fördern , die für das Schreiben in der Schule
sehr wichtig ist.
Die Sprachentwicklung ist durch Erzählungen
nach Bildern, Silbentrennung, Rhythmik und Wortlängen , durch Klatschen
in die Hände, Reime, Sprachspiele aber auch durch Raumbegriffe und
Platzbegriffe wie : „Oben, unten, neben, vor, hinter, links,
rechts...etc“ erweitert worden. Dazu sind viele passende Spiele gemacht
worden, auch Bewegungsspiele, denn das Kind, welches sich im Raum
leichter bewegen kann, wird sich auch sehr leicht im Zahlenraum bewegen. Im
mathematischen Bereich sind die ersten Entdeckungen der
Mengenverhältnisse gemacht worden, durch Vergleiche und Experimente
haben die Kinder festgestellt, was : „mehr, weniger, klein, groß, lang
kurz ...etc bedeutet. Die Kinder haben mit Begeisterung Zahlenreihen
von 1-10 gelegt (sogar bis 100!!!), dabei Mosaik und Bausteine benutzt,
aber auch Perlen eingesetzt, um die Arbeitsblätter schneller fertig zu
bekommen. Plus + und Minus – sind keine unbekannten Begriffe mehr.
Genauso die geometrischen Formen : Quadrat, Rechteck, Dreieck und Kreis. Die
Besuche bei der Feuerwehr, in der Bücherei, im Krankenhaus, sowie die
Zusammenarbeit mit der Polizei haben unseren Kindern auch viel Wissen
über verschiedene Berufe vermittelt, den Umgang mit dem Fachpersonal
gezeigt, die Kompetenz der Leute in diesen Berufen, aber auch das
Verhalten im Straßenverkehr, selber zu entscheiden wie man sich korrekt
verhält. Die Kinder haben auch gelernt, Rücksicht auf andere zu nehmen,
höflich, freundlich und hilfsbereit zu sein.
Das Basteln der
eigenen Schultüte mit ein wenig Unterstützung von Seite der Eltern
hilft den Kindern, auch noch Vertrauen in das eigene Können zu haben,
den eigenen Geschmack weiter zu entwickeln und selbstbewusst zu dem zu
stehen, was man selber als schön empfindet.
Als „KRÖNUNG“ der vergangenen Kindergartenzeit übernachten die Kinder im Kindergarten. Dieses ist für die Kinder immer besonders aufregend, aber auch eine schöne Erfahrung. Mit
dem guten Gewissen, dass wir bei der Entwicklung Ihres Kindes und zu
der Vorbereitung auf die Schule beigetragen haben, und dass wir Sie in
der Kindergartenzeit gerne begleitet haben, wünschen wir Ihnen, liebe
Eltern, viel Glück und Zufriedenheit. Und den neuen Schülern einen GUTEN Start!
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